VÖ 07:  Laterculus Notarum Vergrößern

VÖ 07: Laterculus Notarum

Karl E. Demandt


Laterculus Notarum


Lateinisch-deutsche Interpretationshilfen
spätmittelalterliche und frühneuzeitliche Archivalien


Mit 4 Tafeln spezieller Zahlenschreibung
des 14. - 16. Jahrhunderts


9. unveränderte Auflage

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VÖ 07

416 verfügbare Teile

26,80 €

Vorwort
 
Über Entstehungsweise und Zweck der folgenden kleinen
Sammlungen berichten die Vorworte zu den ersten beiden Auflagen
des Werkes (1 1970,2 1974), so daß darauf verwiesen
werden kann. Dort sind auch die großen lateinischen und
sonstigen Hilfsmittel genannt, deren man sich gegebenenfalls
zu bedienen hat, denn ihnen gegenüber handelt es
sich bei diesen Sammlungen um „nichts weiter, als ein vorläufiges
und beschränktes Hilfsmittel, das immer wieder
durch die Vollständigkeit und Vielfalt der großen wissenschaftlichen
Lexika und Glossarien ergänzt werden muß“.
 
Das ist auch deshalb erforderlich, weil diese Sammlungen
aus der beruflichen Praxis und wissenschaftlichen Lehrtätigkeit
eines Archivars entstanden sind und sich daher auf
„die uns aus unseren Urkunden und Akten am häufigsten entgegentretenden
profanen Lebensbereiche", wie sie im Inhaltsverzeichnis
aufgeführt sind, beschränken. Ausgeschlossen
sind lediglich die lateinischen Berufsbezeichnungen, da für
ihre Übersetzung genügend anderweitige Hilfsmittel vorliegen,
nicht jedoch die Amts-, Standes- und Gruppenbezeichnungen,
die aufgenommen worden sind.
 
Die beigegebenen Übersetzungen der Redewendungen und Begriffe
zielen in erster Linie darauf ab, sie in ihrer urkundlichen
und aktenmäßigen Verwendung zu erfassen und zu
deuten, weshalb auch häufig auf die gleiche oder ähnliche
Bedeutung anderer Worte und Wendungen hingewiesen wird.
Latein ist ja nicht nur eine Weltsprache, sondern eine
ganze Sprachenwelt, beginnend mit der frühen Umgangssprache,
gipfelnd in der klassischen Hochsprache, verwandelt zur
Sprache der Kirchenväter und der Scholastik, nochmals erblüht
in der Vagantenpoesie des hohen Mittelalters, abermals
umgeformt zur mittelalterlichen Kanzleisprache unserer
Urkunden und Akten und endlich erstarrt in das manchmal
kaum noch durchdringbare Floskellatein unserer gelehrten
Richter und Verwaltungsjuristen des 17., 18. und selbst
noch des frühen 19. Jahrhunderts.
 
Da wir es beim Studium unserer schriftlichen Überlieferung
aber gerade damit sehr oft zu tun haben, schien mir
eine erste Hilfeleistung zur Überwindung dieser Schwierigkeiten
im besonderen Maße geboten und - wie die Praxis
zeigte - dringlich. Ich habe mich daher mit dem Studium dieses
letzteren Spezialgebietes in den letzten Jahren nochmals beschäftigt,
so daß der Abschnitt I, lateinische Formeln,
Noten, Abkürzungen, Redewendungen und Begriffe, gegenüber
der zweiten Auflage mehr als verdoppelt werden konnte.
Dabei sind in verstärktem Maße auch Abkürzungen lateinischer
Randverfügungen, Beischreibungen, Unterschriften und
insbesondere ' der Akten(behandlungs)vermerke berücksichtigt
worden, da sie für die Bestimmung der Aktenwertigkeit oft
von ausschlaggebender Bedeutung sind.
 
Auch der Abschnitt II, Zahlen-, Zeichen-und Ziffernschreibung,
ist erweitert worden. Hier sind die Vorbemerkung
und das Kapitel „Wortkürzungen mittels Zahlen und Zeichen“
neu eingefügt worden. Außerdem sind einige Zahlenbrüche
hinzugekommen. Der Abschnitt III über die Vornamenverformungen
konnte dagegen nur noch geringfügig ergänzt werden.
Das Material dieser beiden letzten Hauptabschnitte dürfte
damit weitgehend, wenn auch noch nicht erschöpfend, erfaßt
sein.
 
Lindheim, im Frühjahr 1979                  Karl E. Demandt
 
  • Maße und Gewicht: (BxHxT) 148 x 210 x 17mm; 445g
  • Sprache: deutsch
  • Erscheinungsjahr: 2014
  • Auflage: 9. unveränderte Auflage
  • ISBN: 978-3-923833-06-1
  • Seiten: 332